Standortbestimmung

Sie haben Ihre Testergebnisse? Die Testfragen haben Ihnen vermutlich eine Vorstellung davon gegeben, wie vielfältig sich Burnout ausdrücken kann und wo etwa Sie stehen. Hier müssen wir aber einen 'Mitspieler' einführen, der bei Burnout eine wichtige (und nicht immer positive) Rolle spielt: Ihr Gehirn. Natürlich hat man das Gefühl, dass Stress von außen kommt. In Wirklichkeit ist es aber Ihr Gehirn, das Ihnen Stress macht - denn es veranlasst die Ausschüttung von Stresshormonen, den beschleunigten Herzschlag, es lässt Ihre Gedanken um Sorgen und Probleme kreisen und sagt Ihnen, auch wenn Sie sich völlig überfordert fühlen sollten, was Sie alles noch ganz dringend (und möglichst perfekt) erledigen müssen.

Burnout ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Und während Sie vielleicht langsam in die falsche Richtung steuern, sagt Ihr Gehirn Ihnen, dass alles normal ist. Denn unter Stress richtet es seine Aufmerksamkeit nach außen, auf mögliche Gefahren. Und nimmt nicht wahr, was sich innen, also emotional, mental und körperlich, bei uns abspielt. Die Testfragen sollten den Fokus genau darauf richten. Denn man muss - und kann - das Gehirn austricksen, um sich ein besseres und leichteres Leben zu kreieren. Wir haben ein komplettes, 8-wöchiges Onlinecoaching zu diesem Thema gemacht, für das die Krankenkasse bis zu 100 % der Kosten übernehmen. 

Eine Methode, mit der man das Gehirn überlisten kann, ist, Dinge klar festzuhalten. Mit den Testfragen oder einem Arbeitsblatt zur 'Standortbestimmung' (s. u.), das wir für Sie vorbereitet haben. Wenn Sie für sich markieren, wo Sie sich gerade sehen, können Sie Veränderungen (zum Guten oder Schlechten) leichter bemerken. Und entweder eine mentale Notbremse ziehen, oder sich auch vielleicht einmal auf die Schulter klopfen. Wichtig ist, gelegentlich kurz innezuhalten, um zu sehen, wo man steht. Ohne Aufforderung dazu macht unser Gehirn das nämlich nicht, weil es vorgibt, ständig furchtbar mit anderen Dingen beschäftigt zu sein. Aber was wäre wichtiger als die Frage, wie es Ihnen geht?
Sie können das Arbeitsblatt hier herunterladen und ausdrucken >