Der Trick mit der Gewohnheit

Wenn das Ganze so einfach ist, warum ist es dann in der Praxis so schwer, all die Dinge zu tun, die man sich regelmäßig vornimmt - wie mehr Sport zu machen, sich besser zu ernähren oder im Alltag entspannter zu sein? Neujahrsvorsätze sind Studien zufolge oft schon Mitte Januar in Vergessenheit geraten.

Sie besitzen eine Art eingebautes Selbstsabotageprogramm. Es wiegt knapp eineinhalb Kilogramm und besteht als ca. 100 Milliarden Nervenzellen: Ihr Gehirn. Obwohl es nur ca. 2 Prozent der Körpermasse ausmacht, beansprucht es einen Großteil der kostbaren und limitierten Ressourcen: 20 % des verfügbaren Sauerstoffs und 25 % der verfügbaren Glukose (= Zucker, einem Hauptlieferanten für schnell verfügbare Energie). Unser Gehirn ist eine regelrechte Diva und macht uns das Leben schwer, ganz besonders im Hinblick auf entspannte neue Lebensgewohnheiten. Es

  • mag Action (auch wenn das für den Rest unseres Körpers Stress bedeutet),
  • ist ziemlich genusssüchtig (unser Gehirn hat ein Belohnungszentrum, aber kein Sport- oder Abwaschzentrum)
  • und lässt sich nicht gerne sagen, was es tun soll. Bei allem, was sich wie ein Pflichtprogramm anhört (Diät, Sportprogramm, Aufräumen ...) verhält es sich wie ein rebellischer Teenager und sagt: jetzt erst recht nicht.

Die Methode, mit der wir unser Gehirn austricksen und auf unsere Seite bekommen können, sind die Gewohnheiten. Gewohnheiten sind automatische Abläufe, die dem Gehirn zu langweilig sind, um sie infrage zu stellen, daher umgehen sie das Überwachungssystem des Gehirns. Wenn man Gewohnheiten langsam 'einschleicht', merkt unser Gehirn es nicht einmal und kann nicht dazwischenfunken.

Studien haben gezeigt, dass es etwa 6 bis 8 Wochen braucht, bis wir eine neue Verhaltensweise zu einer Gewohnheit machen

Unser Kurs ist übrigens darauf ausgelegt, das Belohnungszentrum zu aktivieren, durch spielerische Ansätze wie viel Abwechslung, Praxis und z. B. Aktionskartensets, Poster, Mindmaps uvm.